Alpakas streicheln auf Mallorca
by Tanja Zedler


Alpakas sind in aller Munde. Überall sind diese süßen Tierchen zu finden. Sei es als Kuscheltier, Schlüsselanhänger, Tassen. Alpakas sind die neuen Einhörner. ABER: im Gegensatz zu Einhörnern, gibt es sie wirklich, diese kleinen puscheligen Tiere, die jedes Tierliebhaber-Herz höherschlagen lassen. Jetzt gibt es Alpakas auf Mallorca!

Was genau ist denn so ein Alpaka? Und warum sind sie in aller Munde?!

Alpakas sind die kleineren Verwandten der Lamas und gehören somit zu der Familie der Kamele. Sie werden hauptsächlich wegen ihrer Wolle gezüchtet, die sogar wärmer und feiner ist, als Schafswolle.  Sie haben lange Beine, einen langen Hals, aber keine Höcker. Ursprünglich kommen sie aus den Anden in Südamerika und fühlen sich als Herdentiere in einer Gruppe am Wohlsten.
Alpakas sind Pflanzenfresser und ernähren sich fast ausschließlich von Gräsern. In Europa werden sie wegen ihres ruhigen und friedlichen Charakters auch in der tiergestützten Therapie eingesetzt. Sie sind sanft und zärtlich, chronisch neugierig und explodieren vor lauter Lebensfreude.

Jedes Alpaka hat seinen eigenen Charakter, der meist schon als Fohlen zu erkennen ist. Da gibt es süße Schmusekatzen, kleine Tagträumer, starke Beschützer und echte Draufgänger. Alpakas sind als Herdentiere aber auch sehr wachsam. Ihre Kulleraugen und ihre Gute-Laune-Mäuler sind ihre Markenzeichen und steht man erst neben Ihnen, hat man sich gleich in diese freundlichen Wesen verliebt.

In Felanitx, gut 30km und eine halbe Stunde Fahrtzeit von CAN AGUSTIN entfernt, befindet sich etwas einzigartiges auf Mallorca: eine Alpaka-Farm. Mit viel Liebe betreiben Iris und ihr Mann Armin hier ihre Hacienda D´Armando (Hacienda zu Deutsch: Landgut), wo sie seit April 2019 stolze Besitzer der drei Alpakas Don (9 Jahre, Herdenchef), Camillo (9) und Pepone (3) sind.

Iris und Armin haben die drei Alpakas im April 2019 von einer ehemaligen Alpaka-Farm auf Mallorca übernommen. Die Drei sollen nun bei den Beiden so naturgetreu wie möglich leben. Sie haben dort eine Weide mit viel Auslauf, wo sie frisches Gras fressen können, und ein Gehege am Stall, wo Gäste empfangen werden und die Alpakas mit Menschen zusammen sein können.

Alpakas mit Menschen? Funktioniert das? Das funktioniert sogar sehr gut. Alpakas sind sehr neugierige und geduldige Tiere. Im Gegensatz zu ihren Artgenossen, den Lamas, spucken sie nicht (grundlos) auf den Menschen. Wenn sie spucken, tun sie dies innerhalb der Herde und klären somit die Rangordnung.

Iris gibt sich viel Mühe mit ängstlichen Kindern. Das neugierige Alpaka sucht den Kontakt!

Man sagt, Alpakas seien die Delfine der Erde. Durch ihr ruhiges und freundliches Wesen, strahlen sie eine absolute Ruhe und Gelassenheit aus und wirken dadurch auf die Menschen in ihrer Umgebung ausgleichend und entspannend.

Zwischen einem gesunden und einem behinderten Menschen machen Alpakas keinen Unterschied. Sie sind sogar in der Lage, sich dem jeweiligen Menschen, der Stimmung und der jeweiligen Situation anzupassen. Sie machen ihr Gegenüber einfach glücklich. Und genau deshalb findet man bei Iris und Armin auch zahlreiche Angebote, um Zeit mit den Alpakas verbringen zu können. So kann man mit den drei Alpakas hautnah zusammensitzen und sie füttern, oder dabei sogar selbst ein Picknick mit hauseigenen Leckereien erleben. Man kann einmalige Fotos schießen und mit ihnen spazieren gehen.
Für CAN AGUSTIN haben Iris und Armin uns super Sonderangebote für das Erlebnis „Alpakas hautnah“ gemacht:
 
Zutrauliche Alpakas auf Mallorca streicheln

Um Don, Camillo und Pepone möglichst nah zu kommen, gibt es einen abgetrennten Bereich am Stall. Hier haben die Tiere einerseits genügend Platz, sich im ersten, ungewohnten Moment noch vom Menschen zurückzuziehen, andererseits ist der Platz so überschaubar, dass man den Dreien trotzdem schon sehr nah ist. Dort findet man auch eine Heufutterstelle, wo man den Tieren beim Fressen zuschauen kann. Für erste Annäherungsversuche reichen Iris und Armin dann Zweige mit Blättern vom Maulbeerbaum oder von eigenen Brombeersträuchern. Diese sind für die Drei wie schmackhafte Leckerchen und das erste Eis ist damit schnell gebrochen.  Ca. 1 Stunde darf man nun an diesem Ort mit den Tieren verweilen. Den Moment genießen, die Tiere beobachten, Fotos schießen. Vielleicht erwischt man auch mal ein Alpaka dabei, wie es einen selbst studiert.

Fühlt sich das Alpaka sicher, kommt es auch auf den Menschen zu. Zum Ende der Stunde werden dann noch Schälchen mit Kraftfutter verteilt. Haben die Tiere bis dahin genügend Vertrauen aufgebaut, fressen sie vielleicht das Futter aus der Schale oder mit viel Glück sogar aus der Hand. Ein schönes Erinnerungsfoto macht das Erlebnis perfekt.

Iris und Armin arbeiten übrigens stetig daran, die Alpakas mental herauszufordern. Derzeit entwickeln sie einen Alpakas-Trail, wo die Alpakas über kleine Hindernisse geführt werden, oder durch Flatterbänder laufen müssen. Dafür wird schon fleißig trainiert, damit dieser Parcours dann gemeinsam mit den Gästen und den Alpakas erarbeitet werden kann. Don, Camillo und Pepone können schon ein paar Treppenstufen steigen und über kleine Hindernisse klettern.

 

Auch lieben die Drei es, im Wasser zu planschen. Dafür stellt Iris ihnen gerne bei dem warmen Mallorca Wetter im Sommer ein Planschbecken bereit. Doch bevor der Sommer kommt, muss natürlich die warme Wolle runter. Und dafür kommt im April extra Jemand aus Österreich, um die Tiere artgerecht zu scheren. Für kurze Zeit sehen sie dann ganz schön nackig aus – aber auch sehr süß, denn die Köpfe bekommen im selben Zug eine nette Frisur. Aus dem Fließ (Wolle) werden anschließend anti-allergische Oberbetten gefertigt und exklusiv verkauft.

Obwohl Iris und Armin keine Alpaka-Züchter sind, liegt ihnen als Halter das Wohl ihrer drei Wallache sehr am Herzen. „Wir bieten unsere Angebote 1 Mal am Tag und maximal 3 – 4 Mal die Woche an“, so Iris. „Sollten wir merken, dass wir Don, Camillo und Pepone überfordern, würden wir das auch wieder reduzieren.“

Gesundheit der Alpakas auf Mallorca geht vor

Gesundheit und artgerechte Tierhaltung steht bei den beiden Tierhaltern für die Alpakas auf Mallorca an oberster Stelle. „Wir haben Don, unseren Herdenchef, damals krank übernommen. Er hat eine Nierenkrankheit, die wir aber gut behandeln können. Er pinkelt etwas anders, als seine beiden Artgenossen, hat aber keine Schmerzen.“  Dass es Don auch trotz der Krankheit recht gut geht, erkennt man übrigens daran, dass er immer noch als Herdenchef akzeptiert wird. Wäre er schwach, würde die Herde die Rangordnung neu verhandeln. Wie schön, dass hier die Tiere auch so angenommen werden, wie sie sind, egal ob krank oder gesund. Damit haben sie was mit unseren Gästen gemeinsam.  😊

Wir wünschen Iris und ihrem Mann Armin alles Gute und unseren Gästen ganz viel Spaß bei Don, Camillo und Pepone.